Lebenslinie

Letzte Woche haben wir uns beim Heilsamen Malen und Gestalten mit unserem bisherigen Lebenslauf mit all seinen Höhen und Tiefen beschäftigt. Lebensverläufe und -phasen kann man in verschiedenen Formen darstellen. Wir haben heute die Lebenslinie verwendet. Auf diese Weise kreativ auf sein Leben zurückzublicken ist eine wunderbare Möglichkeit sich einen „Überblick“ zu verschaffen. Man kann sich bewusst werden über das eigene „so geworden sein“, eigene Ressourcen und Resilienz erkennen, das eigene Verhalten verstehen und würdigen, über die bildliche Darstellung Worte finden und vieles mehr.

Die TeilnehmerInnen bekamen wieder ein Handout um mit Ihrem erstellten Bild weiterarbeiten zu können.
Es gibt nämlich viele Fragen, die man sich mit Blick auf seine Lebenslinie stellen kann, z. B.:

  • Welche Ereignisse, Erfahrungen und Lebensabschnitte haben deine Lebensentwicklung entscheidend beeinflusst und geprägt?
  • Welche individuellen Regeln / Einstellungen / Überzeugungen / Wertvorstellungen haben sich aus diesen Erfahrungen heraus entwickelt?
  • Was hat dich gehindert deine Wünsche umzusetzen?
  • Wer oder was hat dir geholfen? Was hat dich gefördert?
  • Welche Menschen haben dich beeinflusst?
  • Wo im Bild könntest du dich wohlfühlen? Wodurch wird diese positive Empfindung ausgelöst? Wo spürst du das im Körper?
  • Was hast du erreicht?
  • Hast du etwas versäumt?
  • Wie schnell konntest du dich von Krisen und Rückschlägen erholen?
  • Was hat dir in Krisenzeiten geholfen?
  • Könnte dein Lebensweg einen Titel bekommen?
  • Welche positiven Botschaften enthält dein Lebensweg?

Es kamen wieder spannende und sehr persönliche Bilder zustande (deshalb zeige ich hier auch nur ein Bild eines Teilnehmers in klein, nicht lesbar und mit ausdrücklicher Erlaubnis). Hier Impressionen:

(Es gab wieder für jeden eine kleine Aufmerksamkeit)

Eine Lebenslinie zu gestalten ist eine Möglichkeit von Biographiearbeit, Erinnerungsarbeit bzw. einer Lebensrückblick-Intervention. Für Biographiearbeit muss man übrigens nicht „alt“ sein. Auch z. B. für Jugendliche mit bewegtem Lebenshintergrund ist diese Übung sinnvoll.

Vielleicht bist du ja beim nächsten Heilsamen Malen und Gestalten dabei. Ich freu mich auf dich! Bis bald!

PS: Die frühesten Erinnerungen beginnen bei den meisten in etwa mit 3 Jahren.

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