Review zum 6. Death Café Reutlingen

Am 8.11. haben wir uns wieder getroffen um über den Tod zu sprechen – das letzte Mal für dieses Jahr.

Es ist schön festzustellen, dass der Tod kein Tabu sein muss. Es gibt Menschen mit denen man auch über unkonventionelle Themen, wie dieses, sprechen und philosophieren kann.

Danke an die Teilnehmer dieses Termins und auch der Vorherigen für dieses erste gelungene Death Café – Jahr! Ihr seid klasse!

Hier nun der Bericht zum sechsten Death Café Abend:

Meine Eingangsfrage zum heutigen Abend war: Hat sich eure Einstellung zu Sterben und Tod im Laufe der Jahre verändert?

Fazit der Antworten: Ja! Vor allem scheint dabei die Begegnung mit dem Tod durch ernste Krankheiten (eigene oder von anderen) oder durch Todesfälle solche Veränderungen der Einstellung anzustoßen. Auch eine nahestehende Person, die z. B. mit Sterbenden arbeitet und darüber erzählt, ändert und erweitert die eigene Ansichten.
Früher war oft das Gefühl der eigenen Unsterblichkeit da. Sterben, dass tun doch nur andere. Es gab z. B. riskantes Verhalten, dass so mit dem Älter werden auch nicht mehr vorkommt. Es wurde auch genannt, dass mit dem Älterwerden doch mehr Gelassenheit einhergeht, eben auch gegenüber dem Tod. Angst oder Sorge macht der Tod an sich auch eher weniger, aber vor dem Sterben besteht Respekt.

Worüber wurde an dem Abend sonst noch gesprochen?

  • Erfahrungen mit Krebserkrankungen
  • Sterbefasten (als Alternative, wenn es mit der Gesundheit bergab geht)
  • Sterbehilfe in der Schweiz (EXIT, Dignitas) und in den Niederlanden (übrigens auch in Luxemburg und Belgien), Bedingungen dafür
  • „Das, was dem Leben Sinn verleiht, gibt auch dem Tod Sinn.“ Antoine de Saint-Exupéry
  • Manchmal macht einen der Tod von Fremden betroffener, als der Tod von eigentlich näher stehenden Menschen
  • „Es ist wahrscheinlich, dass irgendwo im Universum noch so eine Gruppe, wie wir, gerade über den Tod spricht“ – Universen, Paralleluniversen
  • „Wer von euch glaubt eigentlich an Schicksal?“
  • Fassungslosigkeit, wenn Menschen viel zu früh sterben (insbesondere Kinder, ..) Das fühlt sich ungerecht an
  • Glaube, dass es einen größeren Sinn, einen größeren Plan für all das gibt
  • Nahtoderfahrungen – Wie erklärt sich, dass diese Menschen mitbekommen, was in einem anderen Raum gesprochen / getan wird?
  • Hörsinn bleibt beim Sterben am Längsten bestehen
  • Vielleicht findet die Wissenschaft noch raus, was „danach“ kommt?
  • Erfahrungen mit Erlebnissen, wo gespürt wurde, dass etwas passiert ist (Telepathie?) – im Positiven, wie im Negativen
  • Das Elektromagnetische Feld des Herzens
  • das Feuerwerk der Zeugung (ist übrigens eine Zinkfunken-explosion)
  • Morphogenetische (morphische) Felder nach Rupert Sheldrake, Beispiel: Die Vögel, die das Öffnen der Milchflaschen lernten, Quantenphysik
  • Viele Dinge, die wir dachten schon zu Wissen wurden später revidiert. Wir erforschen und revidieren unser Wissen mittels der Wissenschaft.

Buchtipps der Teilnehmer

  • Das Spiel ist aus von Jean-Paul Sartre
  • Wenn die Seele fliegen lernt von Gabriele Skarda
  • Endloses Bewusstsein: Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung von Pim van Lommel
  • Wer stirbt, ist nicht tot! von Walter van Laack

Videotipps der Teilnehmer

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