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Oktober 2018
Zuletzt aktualisiert am: 6. Januar 2021
Zuletzt aktualisiert am: 6. Januar 2021

Ursachen für Trauerreaktionen

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Sonnenuntergang

Mit Trauer verbinden wir meist den Tod eines Menschen. Es gibt aber auch noch andere Auslöser für Trauerprozesse. Wichtig hierbei ist es jede Trauer ernst zu nehmen. Weder kann man eine Trauer gegen eine Andere aufwiegen, noch ist eine Trauer mehr oder weniger berechtigt als eine Andere.

Manche Trauerursachen werden von Anderen leider stellenweise belächelt. Das macht die Trauer und die Folgen daraus nicht weniger schmerzvoll, ganz im Gegenteil. Zum Beispiel der Tod eines Tieres und somit teuren Freundes und Lebensgefährten oder bei unerfülltem Kinderwunsch, der Verlust der Vorstellung einer eigenen Familie und einer Zukunft mit Kindern und Enkelkindern.

 

Mögliche Trauerursachen sind unter anderem:

  • Tod eines Menschen
  • Schwangerschaftsabbruch, Tod (umgangssprachlich Fehlgeburt) eines ungeborenen Menschen, Stille Geburt, Sternenkind
  • Unerfüllter Kinderwunsch, Abschied vom Kinderwunsch
  • Tod eines Tieres
  • Trennung
  • Trennung / Scheidung der Eltern
  • Verlust von Heimat z. B. Flucht, Umzug ins Altersheim
  • Verlust der Arbeitsstelle, auch durch z. B. Rentenbeginn
  • Diagnose einer schweren Erkrankung
  • Verlust von Fähigkeiten durch Krankheit, Behinderung, Unfall, Alter
  • Trauer über Behinderung eines Kindes (von Geburt an, durch Unfall)
  • Auszug der Kinder
  • Verlust von Idealen und persönlichen Ansprüchen (z. B. in medizinischen, therapeutischen, sozialen, politischen Berufen)
  • Trauer keine Kindheit erlebt haben zu dürfen
  • Trauer über nicht verwirklichte Wünsche und Träume
  • Trauer über Dinge die einem zugestoßen sind (z. B. Traumata, Mobbing,..)
  • Trauer darüber, die Eltern oder ein Elternteil nicht zu kennen

 

Meine bisherigen persönlichen Trauerauslöser

Ich habe schon über mehrere Angehörige getrauert. Am schlimmsten und schmerzvollsten war für mich die Trauer über meinen viel zu früh gestorbenen Bruder Andreas. Hier musste ich auch am eigenen Leib erfahren, dass es bestimmte Umstände und Hindernisse gibt, die die Trauer erschweren (hier die Todesumstände, viele Unklarheiten, Suizid oder Versehen?). Auch habe ich schon über einige Tiere getrauert, als Kind über meine Rennmäuse, später über Meerschweinchen, am schwersten war es meine Katzen gehen zu lassen, zuletzt mein im Januar 2017 verstorbenen Kater Timmy, der eben mein Baby war. Ebenfalls schwer und einschneidend war für mich der unerfüllte Kinderwunsch und dann der Abschied davon. Das ging bei mir auch mit viel Trauer und einem langen Trauerprozess einher. Damals habe ich auch zum Abschied vom Kinderwunsch Hilfe gesucht, aber keine gefunden. Ein Grund warum es mir wichtig ist, den verschiedenen Ursachen für Trauer Beachtung zu schenken und dort genauso Unterstützung anzubieten. Auch die Trauer über eine nicht gewesene Kindheit ist mir als Sprößling von Alkoholikern und psychisch erkrankten Eltern vertraut.

 

Worüber habt ihr schon getrauert?
Hat die Trauer Raum bekommen zur Verarbeitung?
Wurde Sie von Anderen anerkannt oder belächelt?
Seid ihr mit dem Verlauf und Ergebnis eures Trauerprozesses zufrieden und habt ihr ihn gut in euer Leben und eure Lebensgeschichte integrieren können?

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